Die Eröffnungsfeier der Olympischen Winterspiele in in Mailand und Cortina d'Ampezzo hat gleich für ein Novum in der olympischen Geschichte gesorgt. Erstmals finden die Spiele in zwei Städten statt – und auch die Eröffnungsfeier wurde dementsprechend dezentral ausgerichtet.
Zentraler Ort des Geschehens war der Mailänder Fußball-Tempel San Siro, in dem sonst die Klubs Inter und AC Milan ihre Heimspiele austragen. Doch auch in Cortina d'Ampezzo sowie den Orten Predazzo und Livigno, wo ebenfalls Wettkämpfe stattfinden, wurden Teile der Feier ausgerichtet.
Olympia in zwei Städten – mit zwei Feuern
Jede Menge Prominenz beehrte die Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele: Unter anderem traten Andrea Bocelli, Mariah Carey und der Star-Pianist Lang Lang auf. Auf der Tribüne hatten sich mehr als 50 Staats- und Regierungschefs eingefunden, darunter auch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier.
Die Eröffnungsfeier stand unter dem Motto "Armonia", italienisch für Harmonie – und war als Feier der italienischen Kultur, des Sports und des Miteinanders angelegt. Insgesamt 1200 Freiwillige traten auf, mehr als 500 Musiker waren beteiligt, die Performance brauchte mehr als 700 Übungsstunden.
Und natürlich wurde auch den Sportlern aus den 92 Teilnehmernationen eine wichtige Rolle zuteil. Wie gewohnt zogen die Nationen einzeln ein – allerdings nicht wie gewohnt in das gleiche Stadion. Die deutsche Fahne trugen der Eishockey-Star Leon Draisaitl und Skispringerin Katharina Schmid.
In der Fotostrecke sehen Sie die wichtigsten und kuriosesten Momente der Feier. Höhepunkt war traditionell die Entzündung des Olympischen Feuers. Und auch hier gilt: Es gibt zwei Feuer – eines auf dem Arco della Pace in Mailand und eines auf der Piazza Dibona in Cortina. Wer sie entzündet, blieb bis zum Ende ein großes Geheimnis. Am Ende wurde diese Ehre den Ski-Legenden Alberto Tomba und Deborah Compagnoni in Mailand sowie der aktiven Skirennläuferin Sofia Goggia in Cortina zuteil.